Gewöhnlich

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Wenn wir etwas gewohnt sind, kommt es uns nicht mehr ungewöhnlich vor. Jacques-Alain Millers postlacanianischer Begriff der gewöhnlichen Psychose (la psychose ordinaire) legt nahe, dass “Psychose” in den vergangenen Jahrzehnten zu etwas Gewohntem geworden ist. Bevor in weiteren Beiträgen die Implikationen einer solchen Sicht, ihre Querverbindungen zu anderen konzeptuellen Herangehensweisen und Fragen zum heuristischen Wert […]

Dürfen, Können oder Träumen

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Zwei Bilder aus der Arbeitswelt. Sie differieren in vielerlei Hinsicht. Sie stammen nicht aus derselben Zeit. Auf dem oberen, wohl älteren Photo  posiert eine kleine Gruppe, unten ein einzelner Mann. Die Gruppe von Arbeitern macht einen melancholischen Eindruck, der Unternehmer lässt an einen manischen Zustand denken. Die Form ihrer Selbstdarstellung korreliert mit ihrer (supponierten) affektiven […]

Hirn, Herz, Niere oder Magen?

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Wegen ihrer Beschäftigung mit präverbalen Phantasien wurde Melanie Klein von Jacques Lacan einmal als eine Innereienfleischhauerin (“tripière”, vgl. Lacan 1958, 302) bezeichnet. Julia Kristeva hat dieser Attribuierung zu anhaltender Bekanntheit verholfen, indem sie in ihrem Buch über Melanie Klein ein Kapitel mit “Die Linke und die Feministinnen bemächtigen sich der »inspirierten Innereienhändlerin«” (Kristeva 2001, 230) […]