Körper und Symptom

Posted Leave a commentPosted in Lektürehinweis, WWTF stuzzicadenti

Lacan schreibt in seinem Text Joyce le Symptôme: “Ainsi des individus qu’Aristote prend pour des corps, peuvent n‘être rien que symptômes eux-mêmes relativement à d’autres corps. Une femme par exemple, elle est symptôme d’un autre corps” (cf. ders., Autres Ecrits, Paris: Seuil 2001, 569). Überraschend daran erscheinen auf den ersten Blick drei Momente. Zwei davon lassen sich zumindest philosophisch zuordnen, was auch noch nicht impliziert, dass sie verstanden werden können: (mehr …)

Gesetz der Mutter

Posted 2 CommentsPosted in Lektürehinweis, WWTF stuzzicadenti
Szene aus Effi Briest
Szene aus Effi Briest. Foto: Rose

Franz Kaltenbeck hat heute in der Diskussion im Anschluss an seinen Vortrag über Geneviève Morels Buch La loi de la mère die Ansicht vertreten, dass das Gesetz der Mutter mit der Macht der Mutter gleichzusetzen wäre. Es handle sich um ein anarchisches, unverhandelbares, materialisiertes Sprechen der Mutter, das seine Wirkung im (späteren) Leben des Kindes entfaltet insbesondere, sofern es unverständlich bleibe. Unklar blieb in der Diskussion, ob für die so beschriebene Sache der Ausdruck „Gesetz“ passend ist. (mehr …)

Sexualität und Sexuierung in Lacans Lehre

Posted Leave a commentPosted in Lektürehinweis, WWTF stuzzicadenti

Claude-Noële Pickmann schreibt (zum Teil in Anlehnung an Lacans Seminar XX): Freuds Entdeckung des Unbewussten impliziert die Ausarbeitung einer Theorie der Sexualität im Ausgang von zwei Prämissen.  Freud hat der menschlichen Sexualität auf der einen Seite einen Mangel an Genießen zugeschrieben. Auf der anderen Seite wird die Sexualität durch eine Zweckmittelbeziehung subvertiert, die sie mit dem Überleben der Art verbindet. Zumal das Objekt des Triebs variabel ist, bedarf es des unbewussten Fantasmas, das als Lötstelle für die sonst unverbundenen Bestandteile fungiert. (mehr …)