Gewöhnlich

Posted on Leave a commentPosted in Lektürehinweis, Methode

Wenn wir etwas gewohnt sind, kommt es uns nicht mehr ungewöhnlich vor. Jacques-Alain Millers postlacanianischer Begriff der gewöhnlichen Psychose (la psychose ordinaire) legt nahe, dass “Psychose” in den vergangenen Jahrzehnten zu etwas Gewohntem geworden ist. Bevor in weiteren Beiträgen die Implikationen einer solchen Sicht, ihre Querverbindungen zu anderen konzeptuellen Herangehensweisen und Fragen zum heuristischen Wert des Begriffs gestellt werden, (more…)

Sich einen Karl machen

Posted on Leave a commentPosted in Politik

Ist subjektive Identität und die Suche nach ihr vor allem ein Theater der Täuschungen, wie es von differenzbetonenden Ansätzen in der Psychoanalyse nahegelegt wird? Oder ist die Identität einer Person als ein notwendiges Fundament anzusehen, wie es vonseiten ichpsychologisch beeinflusster Theorien immer wieder unterstrichen wird? Wovon ist die Rede, wenn dezentrierend gegen die Vorstellung einer Identität des Subjekts argumentiert wird?  (more…)

Fremd im eigenen Haus

Posted on Leave a commentPosted in Lektürehinweis

Infolge der Entdeckung des Unbewussten muss das Ich anerkennen, dass es nicht Herr im eigenen Haus ist. Im eigenen Gedankenhaus. Freud schreibt, wie folgenschwer diese Erkenntnis sein kann: „Es tauchen plötzlich Gedanken auf, von denen man nicht weiß, woher sie kommen, man kann auch nichts dazu tun, sie zu vertreiben. Diese fremden Gäste scheinen selbst mächtiger zu sein als die dem Ich unterworfenen“. (more…)